Die wichtigsten Kostenpunkte im Überlick
- Kfz-Steuer: ca. 130 – 350 € pro Jahr (abhängig von Gewicht und Schadstoffklasse)
- Versicherung: ca. 400 – 1.000 € pro Jahr (Haftpflicht + Teilkasko), bis 1.500 € mit Vollkasko
- Wartung und Inspektion: ca. 250 – 850 € pro Serviceintervall (alle 2 Jahre oder 30.000 km beim Fiat Ducato)
- Winterlager/Abstellplatz: ca. 300 – 1.200 € pro Jahr
- Kraftstoff: ca. 1.200 – 2.500 € pro Jahr bei 8.000 – 10.000 km Fahrleistung
- TÜV und Gasprüfung: ca. 100 – 200 € alle 2 Jahre
- Wertverlust: ca. 15 – 20 % im ersten Jahr, danach 5 – 10 % pro Jahr
Fixkosten: Was anfällt, auch wenn der Camper steht
Kfz-Steuer
Wohnmobile, wozu auch ein Campervan zählt, werden in Deutschland nach Gesamtgewicht und Schadstoffausstoß besteuert. Ein Euro-6-Diesel-Mobil mit zulässiger Gesamtmasse von 3.500 kg kostet rund 240 € Steuer pro Jahr. Alle VANTourer Modelle liegen innerhalb dieser Gewichtsklasse – das hält die Steuerkosten in Grenzen.
Wichtig: Die Einstufung als Wohnmobil ist günstiger als eine Pkw- oder Kastenwagen-Zulassung ohne Wohnmobilstatus. Beim Kauf lohnt es sich, die Zulassungsart zu prüfen.
Versicherung
Die Versicherungskosten hängen von der gewählten Deckung, der jährlichen Fahrleistung, dem Fahrzeugwert und dem Schadenfreiheitsrabatt ab.
Typische Richtwerte:
- Haftpflicht + Teilkasko: 400 – 800 € pro Jahr
- Haftpflicht + Vollkasko: 700 – 1.500 € pro Jahr
Für Fahrzeuge im Wert von 50.000 € aufwärts empfiehlt sich die Vollkaskoversicherung zumindest in den ersten Jahren. Viele Anbieter haben spezialisierte Wohnmobiltarife, die saisonal reduzierbare Versicherung ermöglichen – sinnvoll für Fahrzeuge, die in den Wintermonaten kaum genutzt werden.
Winterlager und Abstellplatz
Ein überdachter Abstellplatz oder eine Halle kosten je nach Region und Ausstattung zwischen 300 und 1.200 € pro Jahr. In Großstadtnähe ist die Untergrenze kaum zu finden. Wer keinen eigenen Stellplatz hat, sollte diesen Posten fest einplanen – sowohl für den Schutz des Fahrzeugs als auch aus versicherungstechnischen Gründen.
Variable Kosten: Was beim Fahren hinzukommt
Kraftstoff
Der Fiat Ducato verbraucht – je nach Motorisierung, Fahrzeugausbau, Beladung und Fahrweise – in der Praxis etwa 9 bis 14 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 8.000 km ergeben sich – abhängig vom aktuellen Dieselpreis – folgende Kraftstoffkosten:
Bei einem Dieselpreis von 1,80 €/Liter:
- Verbrauch 9 l/100 km: ca. 1.300 € pro Jahr
- Verbrauch 12 l/100 km: ca. 1.730 € pro Jahr
Bei einem Dieselpreis von 2,00 €/Liter (Stand: 07/2026):
- Verbrauch 9 l/100 km: ca. 1.440 € pro Jahr
- Verbrauch 12 l/100 km: ca. 1.920 € pro Jahr
Autobahnfahrten, hohe Reisegeschwindigkeiten, Bergstrecken oder ein voll beladenes Fahrzeug erhöhen den Verbrauch. Tipp: Wer vorausschauend fährt und ein gleichmäßiges Tempo hält, bewegt sich in der Regel im unteren Bereich der Verbrauchsspanne. Mit einer angepassten Fahrweise lässt sich der Kraftstoffverbrauch oft spürbar reduzieren. Wie Sie auf Reisen mit dem Campervan Diesel sparen können, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Spritsparend mit dem Campervan fahren – 10 Tipps für weniger Verbrauch“.
Hinweis: Der durchschnittliche Dieselpreis liegt Stand 07/2026 vielerorts in Deutschland bei rund 2,00 € pro Liter. Die tatsächlichen Kraftstoffkosten können je nach Land, Region, Reisezeit und Tankstelle entsprechend abweichen.
Wartung und Inspektion
Beim Fiat Ducato in neueren Modellversionen liegt der Inspektionsrhythmus bei 30.000 km oder 2 Jahren – je nachdem, was zuerst erreicht wird. Da Wohnmobileund Campervans oft weniger Kilometer im Jahr fahren, ist das Zeitlimit häufig der maßgebliche Faktor.
Die Kosten für eine vollständige Inspektion beim Fiat-Professional-Händler liegen bei 600 bis 1.000 €. Freie Werkstätten mit Ducato-Erfahrung liegen oft bei 300 bis 600 €. Auf das Jahr umgerechnet sind das ca. 300 bis 500 €.
Vorteil Fiat Ducato: Das Werkstattnetz ist europaweit dicht. Wer im Ausland eine Panne hat oder einen Service benötigt, findet in den meisten Ländern schnell einen Fiat-Professional-Betrieb. Das reduziert Wartezeiten und Abschleppkosten auf Reisen deutlich.
Kosten unterwegs: Stellplatz, Maut und mehr
Was eine Übernachtung kostet, hängt stark von der gewählten Unterkunft ab:
- Kommunale Wohnmobilstellplätze: 5 – 20 € pro Nacht
- Campingplätze mit Infrastruktur: 20 – 45 € pro Nacht (2 Personen, inkl. Strom)
- Wildes Stehen (wo erlaubt): kostenlos
Bei 20 Reisenächten pro Jahr und einem Mix aus Stellplätzen und Campingplätzen sind ca. 400 bis 700 € ein realistischer Richtwert.
Wer ins Ausland fährt, muss weitere Posten im Blick haben:
- Maut (Österreich, Schweiz, Frankreich, Spanien, Italien): je nach Route und Strecke 20 – 150 € pro Reise
- Vignetten (z. B. Österreich ab ca. 14,50 € für 10 Tage, Schweiz Jahresvignette ca. 41 €)
- Fähren (z. B. Skandinavien, Irland, Balearen): 80 – 300 € je nach Strecke und Saison
- Ver- und Entsorgung (Frischwasser auffüllen, Abwasser entleeren): an vielen Stellplätzen inklusive, andernfalls oft 2 – 5 € pro Vorgang
Diese Posten fallen bei Inlandsreisen kaum ins Gewicht, summieren sich bei einer Europareise aber schnell auf 200 – 500 € zusätzlich.
Verschleiß, Reifen und unvorhergesehene Reparaturen
Reifen halten beim Wohnmobil je nach Nutzung 5 bis 8 Jahre, sollten aber ab 6 Jahren unabhängig vom Profil auf Alterung geprüft werden. Ein Reifensatz kostet 480 – 1.400 € für vier Räder. Hinzu kommen Bremsbeläge, Batterien (Fahr- und Aufbaubatterie), Dichtungen und kleinere Reparaturen am Wohnaufbau. Ein Rücklagebetrag von 300 – 600 € pro Jahr ist ein sinnvoller Puffer.
Der größte versteckte Kostenpunkt: Wertverlust
Neu gekaufte Wohnmobile und Campervans verlieren im ersten Jahr erfahrungsgemäß 15 – 20 % ihres Kaufpreises. Bei einem VANTourer 600 Ds (ab 52.990 €, Satnd 07/2026) bedeutet das einen bilanziellen Verlust von rund 8.000 – 10.000 € im ersten Jahr. Ab dem zweiten Jahr verlangsamt sich der Wertverlust auf ca. 5 – 10 % pro Jahr.
Wer kalkulieren möchte, was das Fahrzeug pro Jahr „kostet“, sollte den Wertverlust einrechnen – auch wenn er erst beim Verkauf realisiert wird. Gebrauchtkäufer können diesen Effekt zu ihrem Vorteil nutzen: Ein zwei bis drei Jahre altes Fahrzeug hat den größten Wertverlust bereits hinter sich.
Gesamtüberblick:
Was kostet ein Campervan pro Jahr?
| Kostenpunkt | Niedrig | Realistisch |
|---|---|---|
| Kfz-Steuer | 130 € | 240 € |
| Versicherung (Haftpflicht + Teilkasko) | 400 € | 700 € |
| Winterlager/Abstellplatz | 300 € | 600 € |
| Wartung/Inspektion | 250 € | 450 € |
| TÜV + Gasprüfung (anteilig) | 75 € | 130 € |
| Fixkosten gesamt | 1.155 € | 2.120 € |
| Kraftstoff (8.000 km) | 1.300 € | 1.730 € |
| Stellplätze (20 Nächte) | 400 € | 600 € |
| Verschleiß/Reparaturen | 200 € | 500 € |
| Variable Kosten | 1.900 € | 2.830 € |
| Gesamt ohne Wertverlust | ~3.000 € | ~5.000 € |
| Wertverlust (Jahr 1, Preis 53.000 €) | – | ~8.000 – 10.000 € |
| Wertverlust (ab Jahr 2) | – | ~2.500 – 5.000 € |
Was ein VANTourer im Unterhalt konkret bedeutet
Fiat Ducato: breites Netz, standardisierte Teile
Alle aktuellen VANTourer Modelle basieren auf dem Fiat Ducato – einem der meistgenutzten Transporterplattformen in Europa. Das hat für den Unterhalt direkte Konsequenzen: Werkstätten, die den Ducato kennen, gibt es in nahezu jeder Stadt. Ersatzteile sind weit verbreitet und durch die hohen Stückzahlen vergleichsweise günstig. Wer auf Reisen ins Ausland geht, findet auch dort in den meisten Ländern kompetente Fiat-Professional-Betriebe.
Truma Diesel-Zentralheizung: kein separater Gaskauf für die Heizung
Die in VANTourer Modellen serienmäßig verbaute Truma Diesel-Zentralheizung nutzt den Kraftstoff aus dem Fahrzeugtank. Das bedeutet: Für das Heizen braucht es keine separate Gasflasche. Gas wird nur noch für das Kochen benötigt – eine kleine Campingaz-Flasche reicht dafür auf einer normalen Reise aus. Wer Wintercamping plant, spart sich so das Mitschleppen von Gasflaschen und das Suchen nach Tauschstellen im Ausland.
Welcher VANTourer passt zum Unterhaltsbudget?
Der VANTourer 600 Ds ist der Einstieg ins VANTourer Programm – mit fester Serienausstattung, weniger Konfigurationsaufwand und dem niedrigsten Einstiegspreis ab 52.990 € (Stand 07/2026). Das wirkt sich direkt positiv auf Versicherungsprämie und Wertverlust aus.
Der VANTourer 600 D ist die vielseitige Wahl für alle, die einen ausgewogeneren Grundriss mit vielen Konfigurationsoptionen suchen. Die Unterhaltskosten liegen in derselben Größenordnung – der Kaufpreis ist der relevantere Unterschied.
Alle VANTourer Modelle liegen unter 3.500 kg Gesamtgewicht. Das hält die Kfz-Steuer konstant im unteren Bereich und erfordert keinen Führerscheinklasse-Aufstieg.
Mehr zu den VANTourer Modellen im Überblick oder direkt einen Händler in Ihrer Nähe finden.
FAQ – Campervan im Unterhalt: Häufige Fragen
Ohne Wertverlust und ohne Reisekosten liegen die jährlichen Unterhaltskosten eines Campervans – also Steuer, Versicherung, Wartung, Abstellplatz und TÜV – typischerweise zwischen 1.500 und 3.000 €. Wer Kraftstoff und Stellplatzgebühren auf Reisen einrechnet, kommt realistisch auf 3.000 bis 5.000 € pro Jahr.
Haftpflicht plus Teilkasko kostet je nach Tarif, Schadensfreiheitsrabatt und jährlicher Fahrleistung zwischen 400 und 800 € pro Jahr. Mit Vollkasko liegt der Bereich bei 700 bis 1.500 €. Saisonale Tarife können bei geringer Winternutzung sinnvoll sein.
Die Kfz-Steuer richtet sich nach Gesamtgewicht und Schadstoffklasse. Ein Euro-6-Diesel-Wohnmobil bzw. Campervan mit 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse zahlt rund 240 € pro Jahr. Alle VANTourer Modelle fallen in diese Kategorie.
Neue Campervans verlieren im ersten Jahr erfahrungsgemäß 15 – 20 % ihres Kaufpreises. Danach flacht die Kurve auf ca. 5 – 10 % pro Jahr ab. Gebrauchtkauf ab dem dritten Jahr kann den Wertverlust deutlich reduzieren.
Bei neueren Ducato-Varianten liegt der Serviceintervall bei 30.000 km oder 2 Jahren – je nachdem, was zuerst erreicht wird. Da Campervans selten viele Kilometer machen, ist der Zeitrhythmus entscheidend. Die Inspektion kostet 300 – 850 € je nach Werkstatt und Umfang.
Seit 2025 ist die Gasprüfung alle zwei Jahre Pflicht. Die Kosten liegen je nach Anbieter zwischen 40 und 100 €. Wichtig: Bei VANTourer Modellen mit Truma Diesel-Zentralheizung wird Gas nur noch für die Küche benötigt – der Heizkreis läuft komplett auf Diesel.
Überdachte Abstell- oder Hallen-Stellplätze kosten 300 – 1.200 € pro Jahr, abhängig von Region und Ausstattung. In Ballungsräumen ist die Untergrenze kaum zu finden. Einige Händler bieten auch Abstellplätze an.
Das hängt von Reisehäufigkeit, Reisestil und Kaufpreis ab. Wer 30 – 40 Nächte pro Jahr im Campervan verbringt und sonst Hotels nutzen würde, kann ab einem bestimmten Schwellenwert günstiger fahren. Der Vergleich sollte den Wertverlust einschließen. Viele Campervan-Besitzer berichten, dass neben der Kostenfrage vor allem die Flexibilität und Unabhängigkeit den Ausschlag geben.
Fazit: Was kostet ein Campervan im Unterhalt wirklich?
Ohne Reisekosten und Wertverlust sind 1.500 bis 3.000 Euro pro Jahr eine realistische Größenordnung für die Fixkosten. Mit Kraftstoff und Stellplätzen kommen typischerweise 3.000 bis 5.000 Euro zusammen. Der Wertverlust im ersten Jahr ist der größte Einzelposten – wer das einplant und bewusst entscheidet, hat keine bösen Überraschungen.
Die Fiat-Ducato-Basis, die Truma Diesel-Zentralheizung und die Gewichtsklasse unter 3.500 kg machen VANTourer Modelle im Unterhalt sehr gut kalkulierbar. Wer konkrete Zahlen zu einem bestimmten Modell haben möchte, lässt sich am besten direkt beim Händler beraten.
Autor: VANTourer Redaktion · Aktualisiert am 10. Juli 2026
Die genannten Kostenwerte basieren auf allgemeinen Marktrecherchen und öffentlich verfügbaren Daten. Individuelle Kosten können je nach Versicherungsanbieter, Region und Nutzungsintensität abweichen. Preisangaben für VANTourer Modelle beziehen sich auf den Stand des Modelljahres 2026. Änderungen vorbehalten.